Preisträger 2009

Kristian Kosch - Arbeiten auf Papier

„Wenn der künstlerische Prozess einmal ins Rollen gekommen ist, läuft das zeichnerische Wachstum nahezu automatisch mit kleinen sporadischen Korrekturen weiter. Ich scheine mich bei der Arbeit zu verlieren, schaue dem organischen Wachsen, Wuchern, Heranreifen zu und gebe irgendwann, mit einer Mischung aus Verstand und Intuition, das Stoppsignal. Das Stoppen ist immer ein neuralgischer Moment. Ein winziger filigraner Stopp im unendlichen Fächer der Möglichkeiten – Ergebnis: Die vorläufig fertige Formation.“
(Kristian Kosch, 2008)

Vita

  • Geboren 1980 in Siegen
  • 2000 - 2006: Studium in den Fächern Kunst, Deutsch und Mathematik auf Lehramt (Primarstufe) an der Universität Siegen: Erstes Staatsexamen
  • 2000 - 2005: Studium von Zeichnung und Malerei bei Michael Rintelen, AOR, und ab 2005 auch bei Professor Thomas Bechinger
  • 2007 - 2009: Referendariat in Düsseldorf: Zweites Staatsexamen
  • 2009: Lehrer an einer Grundschule in Köln

Publikationen

  • Novelle Urlaub (2000, winddruck Eiserfeld, Eigenverlag)
  • Gedichtanthologie Ausflockung (2002, winddruck Eiserfeld, Eigenverlag)
  • Industriegeschichtliche Abhandlung Der Monte Schlacko – die Graue Eminenz des Hüttentals (2006, winddruck Eiserfeld, subventioniert durch die Deutsche Edelstahlwerke GmbH)

Ausstellungen

  • 2000: Ausstellung in der Musikkneipe Meyer, Siegen
  • 2001 - 2005: Vertreten beim Brauhaus-Rundgang, Fachbereich Kunst der Universität Siegen
  • 2005, 2006 und 2008: Teilnehmer am Kunstwechsel Siegen
  • 2009: Ausstellung figurativer Gemälde aus dem Studium im Schauraum der Art-Galerie, Siegen
  • 2009: Ausstellung figurativer Gemälde aus dem Studium in der Cafebar Sternklar, Siegen

Arbeitsschwerpunkt

Neben kleinformatigen Zeichnungen und Skizzen hauptsächlich großformatige, in zunehmendem Maße abstrakte Zeichnungen und Gemälde in Mischtechnik. Der künstlerische Prozess wird durch Visionen bzw. aufs Papier gesetzte Keimlinge initiiert, welche sich sukzessive zu organischen Formationen auswachsen. Diese Formationen mit immanentem Unendlichkeitscharakter reifen heran und finden schließlich den vom Künstler bestimmten vorläufigen Endzustand.